Essstörungen Therapie

Essstörungen behandeln und das Leben wieder genießen

Wenn jemand an einer Essstörung erkrankt, bedeutet dies immer einen leidvollen Einschnitt in der Lebensqualität. Denn anders als für eine gesunden Menschen, bedeutet Essen für eine Person mit gestörtem Essverhalten Unsicherheit und Angst sowie seelische Qualen und Leid. Häufig sorgt schon der bloße Gedanke an etwas zu Essen für psychischen Druck und Stress. Ein Zustand, der zu schwerwiegenden seelischen, aber auch körperlichen oder lebensbedrohlichen Folgen führen kann.

Umso wichtiger ist es daher, eine Essstörung zu erkennen und frühzeitig zu behandeln. Denn je eher die pathologischen Mechanismen des gestörten Essverhaltens durchbrochen werden, desto eher können die Betroffenen dem Thema Essen wieder entspannt begegnen. Und die Vorzüge eines genussvollen und gesunden Lebens genießen.

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Essstörung behandeln: erste Schritte

Wenn eine Essstörung behandelt werden soll, ist es im ersten Schritt wichtig, diese als solche zu erkennen. Häufig ist es nämlich so, dass Angehörige oder erkrankte Personen die ersten Anzeichen einer Essstörung nicht wahrhaben wollen, verharmlosen oder gar übersehen.

Dies ist dem schleichenden Verlauf der Krankheit geschuldet, der bei Ausprägungen wie der Magersucht oder Bulimie oft erst mit einer eher unscheinbar wirkenden Kalorienreduzierung beginnt. Und auch bei gelegentlichen Heißhungerattacken, womit die sogenannte Binge-Eating-Störung häufig beginnt, gehen nicht gleich bei jedem die Alarmglocken an.

Wurde eine Essstörung erkannt, ist es im Anschluss wichtig, behutsam mit der erkrankten Person umzugehen. Schuldzuweisungen und Verurteilungen sind fehl am Platz. Stattdessen sollten Optionen zur Hilfe und Unterstützung angeboten werden.

Ist die erkrankte Person im Verlauf dann bereit, ihre Essstörung behandeln zu lassen, bietet sich eine psychotherapeutische Behandlung an. Diese kann je nach Grad der Erkrankung ambulant, teilstationär oder stationär durchgeführt werden. Eine ärztliche Beratung, wie Sie sie bei KIRINUS erhalten, kann hier fachkundige Hilfestellung und Orientierung bieten.

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Behandlung

Hilfe bei Essstörungen: Die Behandlung bei KIRINUS

Sie sind an einer Essstörung erkrankt und benötigen Hilfe? Oder Sie kennen jemandem in Ihrem Bekanntenkreis und möchten dieser Person bei ihrer Essstörung Hilfe anbieten? Vielleicht beobachten Sie ein auffälliges Essverhalten bei Ihren Kindern und sind nun auf der Suche nach Beratung und der richtigen Therapie? Wenn etwas davon zutrifft, dann können wir bei KIRINUS Ihnen weiterhelfen.

In unseren Kliniken und Praxen bieten wir im ersten Schritt eine fachkundige Beratung zu Essstörungen jeglicher Art an. So erhalten Sie erste Informationen und können für sich feststellen, ob es sich in Ihrem speziellen Fall um ein gestörtes Essverhalten handelt.

Sollte sich eine Essstörung im weiteren Verlauf bestätigen und eine Therapie nötig sein, so haben Sie bei KIRINUS dann folgende Möglichkeiten: Eine ambulante, eine teilstationäre oder eine stationäre Behandlung.

Hilfe bei Essstörungen: die ambulante Behandlung

Sie können Ihren Alltag weiterhin allein bestreiten und möchten dies auch tun? Sie spüren jedoch, dass Sie womöglich unter einer Essstörung leiden und möchten diese behandeln lassen? Dann bietet sich nach Rücksprache mit unserem therapeutischen Personal eine ambulante Psychotherapie an. Diese findet an regelmäßigen Terminen statt und verhilft Ihnen in einer Kurz- oder Langzeittherapie wieder zu einem normalen Essverhalten. Dabei werden Ihre individuellen Bedürfnisse und Ihre Vorgeschichte berücksichtigt.

Hilfe bei Essstörungen: die teilstationäre Behandlung

Sie haben den Eindruck, dass eine ambulante Therapie nicht genügt? Aber können auch nicht sagen, ob eine vollstationäre Behandlung das Richtige ist? Dann kommt nach Rücksprache mit unserem therapeutischen Team eventuell eine teilstationäre Therapie infrage. Dabei halten Sie sich an fünf Tagen in der Woche in einer unserer beiden psychosomatischen Tageskliniken auf und verbringen die Nächte sowie die Wochenenden zuhause. So können Sie mehr Zeit mit Ihren Angehörigen verbringen und können das Gelernte direkt im Alltag und sozialen Umfeld einsetzen.

Hilfe bei Essstörungen: die stationäre Behandlung

Sie leiden unter einer Essstörung und merken, dass Sie den Teufelskreislauf der Erkrankung alleine nicht durchbrechen können? Dann unterstützen wir bei KIRINUS Sie mit einer vollstationären Rund-um-Betreuung in unseren psychosomatischen Kliniken. In diesen erhalten Sie das gesamte Spektrum an Therapien für Essstörungen, von Einzel- und Gruppengesprächen bis hin zu Kunst- und Bewegungstherapien. Für ein individuell auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittenes Therapiekonzept.

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Therapien

Essstörungen behandeln: Therapien bei KIRINUS

Für eine bestmögliche Therapie Ihrer Essstörung wenden wir bei KIRINUS eine Kombination verschiedenster Behandlungskonzepte an. So erhalten Sie die besten Aussichten auf eine schnelle und auch langfristige Genesung.

  • Hochfrequente Einzelpsychotherapie

    Im Fokus dieser Behandlung stehen intensive Einzelgespräche zur Therapie Ihrer Essstörung. Gemeinsam mit Ihrer Therapeutin oder Ihrem Therapeuten legen Sie dabei regelmäßige Therapieziele fest, während Sie gleichzeitig sowohl Fertigkeiten zur Reduktion Ihrer Symptomatik erlernen, als auch Strategien zum alternativen Umgang mit schwierigen Situationen und Emotionen. 

  • Intensive Gruppentherapie

    Neben der Einzelpsychotherapie findet die Behandlung in verschiedenen Gruppen-Szenarien statt. Zu unserem Konzept gehören dabei:

    • Eine Basisgruppe, die der Psychoedukation dient und Ihnen hilft, die Symptomatik hinter Ihrer bestehenden Erkrankung zu verstehen.
    • Eine Skillsgruppe, in der Sie lernen, mit Anspannungen, starken Gefühlen und zwischenmenschlichen Schwierigkeiten umzugehen.
    • Eine Essgruppe, in der wir Sie an eine adäquate Mahlzeitenstruktur heranführen und bei der Bewältigung schwieriger essensbezogener Situationen unterstützen.


    Des Weiteren unterstützen unsere Therapeutinnen und Therapeuten für Essstörungen Sie täglich mit einem begleiteten Frühstück sowie Mittagessen und einer Kochgruppe, an der Sie einmal in der Woche teilnehmen.

  • Integrative Verhaltenstherapie

    Die integrative Verhaltenstherapie hat zum Ziel, die Ursachen für Ihr gestörtes Essverhalten zu ergründen und diese im Hier und Jetzt zu lösen. So erlernen Sie beispielsweise neue Sicht- und Verhaltensweisen und bekommen Lösungsansätze, mit denen Sie im Alltag besser zurechtkommen.

    Bestandteile der integrativen Verhaltenstherapie sind unter anderem auch die Strategisch-Behaviorale Therapie (SBT) und die Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT).

  • Verhaltenstherapie für Kinder und Jugendliche

    Ein gestörtes Essverhalten bei Kindern und Jugendlichen ist keine Seltenheit. Deswegen sind wir in unseren Praxen und Kliniken auch auf die Behandlung von jüngeren Patientinnen und Patienten spezialisiert. Dadurch können wir jungen Menschen helfen, die Weichen in Richtung gesunde und essstörungsfreie Zukunft zu stellen. Und zwar ab den ersten Anzeichen einer Essstörung.

  • Medikamentöse Therapie

    Je nach Stadium Ihrer Erkrankung ist eventuell eine medikamentöse Therapie erforderlich. Sei es, um Sie psychisch zu unterstützen oder um Ihrem Körper wichtige Nährstoffe zuzuführen, die ihm durch die Essstörung fehlen.

    Was auch immer bei Ihnen angezeigt ist: Ihre Therapeutin oder Ihr Therapeut ermittelt in jedem Fall den entsprechenden Bedarf. Dabei gilt bei KIRINUS immer: So viel wie nötig und so wenig wie möglich.

     

  • Kooperation mit dem Therapienetz Essstörung (TNEss)

    Bei KIRINUS setzen wir nicht nur intern auf Spezialisten, sondern wir sind auch im therapeutischen Netzwerk gut aufgestellt. Sei es im Hinblick auf die Zusammenarbeit mit Haus- und Fachärzten oder auf Kooperationen mit sinnvollen Institutionen wie dem Therapienetz Essstörung. Weitere Infos zu Letzterem finden Sie auf der Website https://www.tness.de

  • Sport, Kunst und mehr

    Um Sie bestmöglich auf den Alltag vorzubereiten, komplettieren wir unsere teil- und vollstationären Therapien mit verschiedenen aktivierenden und auch entspannenden Trainings. Unter anderem:

    • Sport- und Bewegungstherapie
    • Kunsttherapie
    • Achtsamkeitstraining

Essstörungen behandeln. Mit menschlicher Unterstützung von KIRINUS.

KIRINUS Kliniken und Praxen zur Behandlung Ihrer Essstörung

Psychosomatische Kliniken für Essstörungen sowie fachlich versierte Praxen – bei KIRINUS können Sie aus beidem wählen. Und können sich sowohl ambulant, als auch teil- oder vollstationär behandeln lassen. An verschiedensten Standorten.

Krankheitsbild Essstörung

Was ist eine Essstörung?

Eine Essstörung ist eine psychische Erkrankung, bei der die Wechselbeziehung zwischen Nahrungsaufnahme, Körpergefühl und Psyche gestört ist. Als betroffene Person können Sie sich aufgrund ihrer negativen Gedanken, die Sie mit dem Essen und Ihrem Körper in Verbindung bringen, nicht mehr genussvoll und normal ernähren.

Teilweise geht dies sogar so weit, dass allein der Gedanke an das Thema Essen quälende Sorgen bereit – ein Zustand, den es im Sinne aller Betroffenen unbedingt mit professioneller Hilfe zu behandeln gilt.

Kennen Sie eine Person, die unter einem gestörten Essverhalten leidet? Vielleicht sogar Sie selbst? Dann lassen Sie sich von unseren Experten bei KIRINUS beraten. Wir haben Therapie-Lösungen für alle Typen von Essstörungen – auch wenn diese gemeinsam mit anderen psychischen Erkrankungen auftreten wie beispielsweise einer Depression.

Arten von Essstörungen

Essstörung ist nicht gleich Essstörung. Es gibt es drei unterschiedliche Arten, die alle ihre eigenen unterschiedlichen Symptome haben: 

  • Magersucht (Eine Einschränkung der Nahrungsaufnahme, die zu einem massiven Gewichtsverlust führt)
  • Bulimie (Wiederkehrende Ess-Attacken, die von Gegenmaßnahmen wie beispielsweise selbst herbeigeführtem Erbrechen gefolgt sind)
  • Binge-Eating (Heißhungerattacken, die häufig Übergewicht zur Folge haben)

Zwischen diesen Formen sind oftmals Überschneidungen zu beobachten, sodass nicht immer trennscharf zwischen einer und der anderen Diagnose entschieden werden kann. In diesem Falle spricht man dann von einer Mischform. Häufig treten auch atypische Essstörungen auf, welche die meisten, aber nicht alle Diagnosekriterien der Magersucht oder Bulimie erfüllen.

Essstörungen bei Kindern und Jugendlichen

Ein gestörtes Essverhalten kann Menschen jeden Alters befallen. Bei Kindern und Jugendlichen jedoch sind diese besonders gefährlich, da diese sich noch im Wachstum befinden. Gerade die Magersucht (Anorexia Nervosa) oder die Bulimie können durch die mit ihnen einhergehende verminderte Nährstoffaufnahme daher zu Wachstumsstörungen und Langzeitschäden führen.

Des Weiteren gilt: Je länger eine Essstörung unbehandelt bleibt, desto schlimmer sind neben den psychischen Begleiterscheinungen auch ihre körperlichen Folgen:

  • Zähne, die durch ständiges Erbrechen von der Magensäure in Mitleidenschaft gezogen werden
  • Lebensbedrohliche Grade der Unterernährung mit einhergehenden eingeschränkten Organfunktionen
  • Sekundärerkrankungen wie Herzinfarkte und Arteriosklerose

Diese gefährlichen Langzeitfolgen machen es unerlässlich, dass so früh wie möglich mit einer geeigneten Therapie der Essstörung begonnen wird. Gerade Kinder und Jugendliche, die den Großteil ihres Lebens noch vor sich haben, erhalten so die Möglichkeit, ihrem Leben mit einem Höchstmaß an Lebensqualität zu begegnen.

Sie haben ein Kind, dass unter einer Essstörung leidet? Dann nehmen Sie Kontakt mit uns auf. Wir bei KIRINUS unterstützen Sie mit der besten Therapie für Ihr Kind.

Ursachen

Was sind die Ursachen für eine Essstörung?

Bei den Ursachen einer Essstörung geht man meist von einem multifaktoriellen Modell aus – einer Kombination verschiedener ursächlicher Faktoren. Neben psychologischen Faktoren wie einem niedrigen Selbstwert, einem hohen Perfektionismus oder einem starken Kontrollbedürfnis spielen dabei häufig soziale Faktoren und Lernerfahrungen ein Rolle. Darunter unter anderem kritische Kommentare zum Thema Essen und Gewicht oder die Verknüpfung von Essen mit Trost oder Belohnung. Auch Traumata oder Mobbingerfahrungen können die Entwicklung einer Essstörung begünstigen.

Des Weiteren tragen die Medien mit ihren Schöner-Schlanker-Attraktiver-Maximen zur Verbreitung von pathologischen Körperidealen bei. In Kombination mit kritischen Lebensereignissen kann sich so schließlich eine Essstörung entwickeln. Und zwar bei Kindern und Jugendlichen als auch bei Erwachsenen – über alle Geschlechter hinweg.

Lebensereignissen kann sich so schließlich eine Essstörung entwickeln. Und zwar bei Kindern und Jugendlichen als auch bei Erwachsenen – über alle Geschlechter hinweg.

Anzeichen und Merkmale

Essstörungen und ihre Symptome

Die Symptome einer Essstörung zu erkennen ist anfänglich nicht ganz leicht. Denn nur weil Sie vielleicht sportlich sind und ein wenig darauf achten, was Sie essen, sind Sie noch lange nicht essgestört. Wenn das Verhalten jedoch exzessiver wird, Sie einen starken Gewichtsverlust oder auch eine Gewichtszunahme beobachten, dann sollten Sie als betroffene Person und auch als Angehörige unbedingt Hilfe anfordern. 

Hier einige Merkmale von Essstörungen, die ein Anzeichen sein können:

  • Starker Gewichtsverlust bzw. Gewichtszunahme bis hin zum Magerwahn oder zur Fettleibigkeit, der sogenannten Adipositas
  • Wiederkehrende zu beobachtende Heißhungerattacken
  • Häufige Diäten
  • Exzessiver Sport bis hin zum Zwang
  • Kalorienzählen
  • Auffällige Essensrituale wie beispielsweise kleinste Essensportionen, Schneiden von Nahrung in kleinste Stückchen, Vermeidung bestimmter Lebensmittel
  • Zwanghafte Gewichtskontrolle
  • Einnahme von Abführmitteln oder ähnlichen Medikamenten

Sie beobachten Anzeichen einer Essstörung bei sich oder einem Angehörigen? Dann nehmen Sie Kontakt mit uns auf. Wir bei KIRINUS beraten Sie und bieten Ihnen die bestmögliche Therapie – individuell zusammengestellt.

Wissen

FAQ

  • Wie erkenne ich eine Essstörung?

    Gestörtes Essverhalten zeichnet sich je nach Art durch unterschiedliche Symptome aus. Bei der Magersucht und Bulimie sind dies häufig Gewichtsverlust, Kalorienzählen sowie exzessiver Sport und auffällige Essensrituale.

    Beim Binge-Eating wiederum können wiederkehrende Heißhungerattacken sowie eine stark erkennbare Gewichtszunahme ernsthafte Anzeichen darstellen. Möchten Sie mehr über Essstörungen und Symptome erfahren? Dann klicken Sie hier

  • Was tun bei Essstörung?

    Essstörungen behandeln funktioniert am besten, wenn die betroffene Person einsichtig ist und den Wunsch nach Verbesserung äußert. Ist dies der Fall, empfiehlt sich zuallererst ein Beratungsgespräch in einer sachkundigen Praxis oder psychosomatischen Klinik mit Essstörungen als Schwerpunkt.

    Im weiteren Verlauf kann das gestörte Essverhalten dann in einer ambulanten, teilstationären oder stationären Therapie behandelt werden. Möchten Sie wissen, welche Kliniken und Praxen von KIRINUS für die Behandlung einer Essstörung infrage kommen? Dann klicken Sie hier.

  • Was gibt es für Essstörungen?

    Grob unterteilt gibt es drei Arten: Magersucht, Bulimie und das Binge-Eating. Alle drei Typen unterschieden sich in ihren Symptomen, wobei die Übergänge teilweise fließend sind, sodass auch Mischformen möglich sind.

    Des Weiteren gibt es die sogenannte atypische Essstörungen. Diese Diagnose wird vergeben, wenn gewisse Merkmale der Magersucht oder Bulimie bestehen, jedoch nicht sämtliche Diagnosekritieren erfüllt werden. Essstörungen, die sich nur schwer einer dieser Diagnosen zuordnen lassen, werden als Nicht näher bezeichnete Essstörung deklariert.