Burnout erfolgreich behandeln

Definition und Therapie - Sind Sie erschöpft oder schon ausgebrannt?

Das Burnout-Syndrom, oft auch als Erschöpfungsdepression diagnostiziert und als “Burnout” bekannt, zählt zu den häufigsten psychischen Phänomenen. Wer an Burnout leidet, fühlt sich völlig erschöpft, innerlich leer - regelrecht ausgebrannt. Stress ist mitunter einer der größten Faktoren, die ein Burnout auslösen können. Aber bei Weitem nicht der einzige und nicht jeder Stress ist sofort negativ. „Positiver Stress“ in der richtigen Dosierung und Dauer kann sich durchaus günstig auf die eigene Leistung auswirken. 

Dennoch geht jeder Mensch unterschiedlich mit dem Druck um. Manche stecken ihn mit einem Schulterzucken weg, einige fühlen sich angespornt, während andere sich schlaflos im Bett wälzen und grübeln. Finden die Betroffenen keinen Ausgleich, kann es letzten Endes auf ein Burnout hinauslaufen. Wir klären Sie auf, wie es zu einem Burnout kommen kann und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt.

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Burnout-Behandlung: Welche Möglichkeiten gibt es?

Die wichtigste Frage vorweg: Kann man ein Burnout heilen? Ja! Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, ein Burnout zu behandeln, sowohl ambulant als auch teil- oder vollstationär. Ambulante und teilstationäre Therapien haben den Vorteil, dass unsere Patientinnen und Patienten in ihrem gewohnten Alltagsumfeld bleiben können. 

Bei einem Burnout können verschiedene Therapien zum Einsatz kommen. Die Kognitive Verhaltenstherapie zählt zu den erfolgreichsten und meistgenutzten Therapien. Viele individuelle Therapien nutzen diese auch als Basis und entwickeln sie dann störungsspezifisch weiter. 

Eine pauschale Eine-für-alle-Behandlung gibt es bei uns nicht. Unser erfahrenes Team aus Psychotherapeuten, Psychologen und Fachärzten richtet die Burnout-Behandlung speziell auf Sie, Ihre Persönlichkeitsstrukturen, Ihre Beschwerden und die aktuelle Belastungssituation aus. Denn bei KIRINUS stehen Sie als Mensch im Mittelpunkt. 

Wird für gesetzlich Versicherte die Burnout-Behandlung von der Krankenkasse übernommen? Die Behandlung wird in jedem Fall von Ihrer Krankenkasse übernommen, wenn bei Ihnen neben dem Burnout auch eine Depression diagnostiziert wurde.

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Therapien

Erfahren Sie mehr über unsere Burnout-Therapien bei KIRINUS

Eine Burnout-Therapie wird bei KIRINUS immer individuell auf Sie und Ihr Krankheitsbild ausgerichtet. Dabei greifen wir auf verschiedene Therapiearten zurück, um Ihr Burnout effektiv behandeln zu können:     

  • Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT)

    Die Dialektisch-Behaviorale Therapie hat ihren Ursprung in der kognitiven Verhaltenstherapie, nutzt aber auch u. a. Ansätze der Achtsamkeit. Wir haben diese Therapieform weiterentwickelt und sie für verschiedene Arten der depressiven Störung angepasst. 

  • Therapeutisches Training zur Reaktivierung und Erleichterung Emotionaler Prozeduren (TREEP)

    Ziel dieses Trainings ist, Ihr Selbstwertgefühl zu stärken, achtsamer zu werden, belastende Denk- und Verhaltensmuster zu verändern und Problemlösestrategien zu entwickeln.

  • Kognitive Verhaltenstherapie unter Berücksichtigung der Biografie

    Ziel der kognitiven Verhaltenstherapie ist, die Ursachen der Depression und der aktuellen Probleme zu ergründen – auch im Rahmen einer biografischen Arbeit - und sie im Hier und Jetzt zu lösen. Sie lernen verschiedene Lösungsansätze und Strategien und erarbeiten neue Sicht- und Verhaltensweisen. Sehr oft bestehen Zusammenhänge zwischen dem aktuellen störungsspezifischen Problemverhalten und nicht erfüllten Grundbedürfnissen in der Kindheit und späteren Lebensphasen. Gemeinsam mit Ihnen gehen wir diesen auf den Grund.

  • Burnoutsetting

    Im Rahmen unseres Burnoutsettings lernen Patienten mit einer Erschöpfungsdepression, wie sie mit ihrem Stress umgehen und ihre Situation verbessern können. Beispielsweise durch Achtsamkeitstraining, Sport oder soziales Kompetenztraining, aber auch Stressbewältigung. Hierfür bieten wir unter anderem Stressbewältigungsgruppen an, in denen Sie lernen, Stress unterschiedlich wahrzunehmen, auf verschiedene Weise mit stressigen Situationen umzugehen und sich zu entspannen. Bei Bedarf setzen wir in der Behandlung Ihres Burnout auch Medikamente zur Ergänzung ein, beispielsweise bei Schlafstörungen. 

Übersetzt heißt der Begriff Burnout so viel wie „ausgebrannt sein“. Die Betroffenen fühlen sich innerlich leer, erschöpft, antriebslos – eben ausgebrannt.

Psychosomatische Klinik für Burnout: Rundum optimal betreut

Ihr Burnout wird entweder ambulant oder teil- bzw. vollstationär behandelt. Welche Behandlungsform für Sie die optimale ist, bespricht Ihr Arzt in einem persönlichen Anamnese-Gespräch mit Ihnen. 

Sie suchen eine geeignete Burnout-Klinik in Bayern? Die KIRINUS-Gruppe verfügt über mehrere Kliniken und Behandlungszentren im Raum Bayern, in denen wir uns unter anderem um psychosomatische Erkrankungen kümmern. 

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Krankheitsbild Burnout

Was ist Burnout?

Übersetzt heißt der Begriff Burnout so viel wie „ausgebrannt sein“. Die Betroffenen fühlen sich innerlich leer, erschöpft, antriebslos – eben ausgebrannt. Wie ein leerer Smartphone-Akku, der nicht mehr richtig aufgeladen werden kann. Ein Burnout ist ein tiefer emotionaler, geistiger und auch körperlicher Erschöpfungszustand. 

Obwohl die Erkrankung in den letzten Jahren immer häufiger in Erscheinung tritt, gibt es bislang keine anerkannte wissenschaftliche Diagnose des Burnout. Darum läuft ein Burnout in der ICD-Klassifizierung unter dem Schlüssel für “Probleme mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung”. Oft wird eine Burnout-Diagnose auch als Erschöpfungsdepression erfasst.

Ursachen

Was sind die Ursachen für Burnout?

Ursprünglich trat die Erkrankung am häufigsten bei Menschen auf, die in helfenden Berufen tätig waren, wie zum Beispiel Pflegefachkräften. Später häuften sich die Erkrankungen auch bei Führungskräften, die sich durch ihr übermäßiges Engagement ausgebrannt fühlten. Dadurch wurde ein Burnout dann auch oft „Manager-Krankheit“ genannt.

Burnout kann jeden treffen: Vom Manager bis zum Schüler

Auch heute noch wird häufig vermutet, dass die Entstehung des Burnout in zu viel bzw. chronischem Stress im Berufsleben begründet ist. Doch es spielen noch weitaus mehr Faktoren eine Rolle. Hohe Ansprüche an sich selbst, dauerhafte Zusatzbelastung in anderen Lebensbereichen sowie spezifische Persönlichkeitsmerkmale können ebenso Teil der Burnout-Ursachen sein. 

 

Anzeichen und Merkmale

Symptome: Wie macht sich Burnout bemerkbar?

Es gibt viele Burnout-Symptome, die sich bereits früh im Vorfeld bemerkbar machen. Je früher das Burnout bemerkt wird, desto schneller und erfolgreicher verläuft die Behandlung. Haben Sie bereits seit Längerem nicht mehr erholsam und ohne Probleme schlafen können? Oder haben sie immer häufiger Konzentrationsprobleme? Das können unter Umständen Anzeichen für ein Burnout sein. Die Muskeln verspannen sich, der Blutdruck steigt, Übelkeit und Verdauungsprobleme treten auf - es gibt eine Vielzahl an Burnout-Symptomen. 

Weitere mögliche Anzeichen können sein:

  • erhöhte Infektanfälligkeit
  • beklemmendes Gefühl/Engegefühl in der Brust
  • verminderte Libido
  • absinkende Konzentration und Leistungsfähigkeit
  • starke Gewichtsschwankungen durch verändertes Essverhalten
  • Antriebslosigkeit
  • Freudlosigkeit

Einige der Burnout-Anzeichen decken sich mit denen einer Depression. Daher wird im Rahmen der Burnout-Diagnostik auch auf verschiedene depressive Störungen eingegangen. 

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Krankheitsverlauf

Burnout-Verlauf in Phasen

Der Krankheitsverlauf ist nach dem Modell von Prof. Matthias Burisch in sieben unterschiedliche Burnout-Phasen unterteilt. Zu Beginn der Erkrankung sind die Symptome des Burnout oft nicht als solche zu erkennen. Erst meist viel später, wenn sich im Zuge des Burnout auch körperliche Symptome entwickelt haben, werden Betroffene darauf aufmerksam. 

 

Phase 1: Verstärkter Einsatz und Energieaufwand

  • Sie geben 120 %, wirken regelrecht überengagiert.
  • Sie fühlen sich unentbehrlich.
  • Die Zeit scheint niemals zu reichen.
  • Erste Anzeichen von Erschöpfung (wie Rastlosigkeit oder Schlafmangel) machen sich bemerkbar.

 

Phase 2: Das Engagement lässt nach

  • Sie entwickeln einen inneren Widerwillen gegen die Arbeit.
  • Die Fähigkeit zu Mitgefühl und Anteilnahme nimmt ab.
  • Auch für die Familie finden Sie kaum noch Zeit oder Kraft.
  • Emotionale Kälte und Distanz gegenüber anderen Menschen führen zu immer negativeren Gefühlen.

 

Phase 3: Engagement kippt in Frustration

  • Desillusionierung macht sich breit.
  • Sie geben die Schuld entweder sich oder allen anderen.
  • Schuldzuweisungen führen zu depressiver Stimmung und Aggression.
  • Neben dem Gefühl der Ohnmacht, der Hilflosigkeit und der inneren Leere werden Sie immer reizbarer, ungeduldiger und zorniger.

 

Phase 4: Die Leistungsfähigkeit schwindet

  • Ihre Kreativität lässt nach.
  • Sie fühlen sich unfähig, komplexe Aufgaben zu bewältigen.
  • Entscheidungen zu treffen, fällt Ihnen immer schwerer.
  • Veränderungen lehnen Sie ab, Sie versinken in undifferenziertes Schwarz-Weiß-Denken.

 

Phase 5: Desinteresse setzt ein

  • Ihr Energiemangel führt dazu, dass Sie sich emotional zurückziehen.
  • Sie sind gelangweilt und ziehen sich von Familie und Freunden zurück.
  • Auch für Ihre Hobbies haben Sie keine Energie mehr.

 

Phase 6: Die psychische Belastung wirkt sich auf den Körper aus

  • Zu den psychosomatischen Anzeichen aus den Anfangsphasen treten jetzt auch körperliche Beschwerden auf.
  • Der Blutdruck erhöht sich, Sie spüren oft ein Engegefühl in der Brust.
  • Sie bemerken starke Gewichtsschwankungen, weil Ihre Essgewohnheiten sich immens verändert haben.
  • Koffein, Nikotin und Alkohol nehmen Sie immer häufiger zu sich.
  • Ihr Immunsystem wird schwächer, Sie haben eine erhöhte Infektanfälligkeit. 

 

Phase 7: Verzweiflung setzt ein

  • In der letzten Burnout-Phase fühlen Sie sich immer häufiger hilflos und hoffnungslos.
  • Oft scheint den Betroffenen in dieser Phase ihr Leben sinnlos und es treten erste Suizidgedanken auf. 
  • Freude weicht der Gleichgültigkeit.
  • Aus der dauerhaften Erschöpfung wird ein gefestigtes Burnout (Erschöpfungsdepression).
Wissen

FAQ

  • Verdacht auf Burnout - was tun?

    Sie fühlen sich dauerhaft erschöpft, regelrecht ausgebrannt? Sie schlafen schlecht und unterbrochen, können sich nicht mehr richtig konzentrieren? Das können bereits erste Anzeichen für ein Burnout sein.

    Wenn Sie den Verdacht hegen, an einem Burnout erkrankt zu sein, sollten Sie besser frühzeitig zum Arzt gehen. Das kann auch Ihr Hausarzt sein, der zuerst verschiedene körperliche Ursachen abklärt. Später wird eine Überweisung zu einem Facharzt erfolgen.

  • Welcher Arzt ist für Burnout zuständig?

    Oft führen die Beschwerden zuallererst in die hausärztliche Praxis. Dieser schließt mithilfe verschiedener Untersuchungen körperliche Ursachen für Ihr Befinden aus. Besteht für den Hausarzt der Verdacht auf ein Burnout, kann es sinnvoll sein, Sie an einen Facharzt zu überweisen.

    Die Spezialisten hierfür sind: Ein Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatische Medizin oder ein Psychotherapeut; diese können Ihr Burnout gezielt behandeln 

  • Wie lange dauert ein Burnout?

    Schnelle Hilfe bei Burnout ist wichtig. Wie viel Zeit jedoch Ihre Burnout-Therapie benötigt hängt davon ab, wie lange sich das Burnout aufgebaut hat. Je später es entdeckt wird, desto mehr Zeit benötigen Sie, um sich von Ihrem Burnout wieder zu erholen.

    Einige Fachärzte geben als Richtwert an: Es dauert ungefähr ebenso lange, sich von dem Burnout zu erholen, wie es gebraucht hat, um sich aufzubauen. Bei schweren Fällen dauert es durchaus ein Jahr oder sogar länger bis zur Genesung.