Metabolisches Syndrom: Reha, Therapie & Prävention

Mit Ernährungsumstellung, gezielter Bewegung und spezifischer Beratung entgegenwirken

Das Ziel einer Reha bei metabolischem Syndrom ist, Sie dabei zu unterstützen, das Risiko für verschiedene Folgeerkrankungen zu vermindern. Von einem metabolischen Syndrom spricht man, wenn mehrere bestimmte Erkrankungen oder Symptome zusammen bestehen. Meist sind das Übergewicht/Adipositas, Diabetes mellitus und Stoffwechselstörungen.

Diese Faktoren – sowohl alle zusammengenommen als auch jeder für sich - stellen ein Risiko für eine Veränderung der Blutgefäße dar. Durch ein metabolisches Syndrom steigt das Risiko, später eine Herz-Kreislauf-Erkrankung wie beispielsweise einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt zu erleiden, enorm.

Darum ist beim metabolischen Syndrom eine Therapie sinnvoll und wichtig. Mit einer gesunden Ernährungsumstellung, gezielter Bewegung und spezifischer Beratung wirken wir im Zuge der Reha dem metabolischen Syndrom entgegen.

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Zeitpunkt

Reha zu metabolischem Syndrom: Wann am besten starten?

Wurde bei Ihnen aufgrund einer der Teil- oder Folgeerkrankungen ein operativer Eingriff durchgeführt, wird die Therapie des metabolischen Syndroms üblicherweise als Anschlussheilbehandlung (AHB) durchgeführt. Diese startet in der Regel innerhalb der ersten zwei Wochen nach Abschluss der akuten Erstbehandlung im Krankenhaus.  Bei der Beantragung der AHB helfen Ihnen der Arzt und der Kliniksozialdienst.

Doch auch ohne operativen Eingriff können Sie die Reha bei uns starten. Dann gilt: Je zeitiger nach der Diagnose des metabolischen Syndroms Sie die Reha beginnen, desto besser können wir den Folgeerkrankungen entgegenwirken. Allerdings erfolgt die Beantragung der Reha in diesem Fall durch Sie selbst. Ihr behandelnder Arzt kann Ihnen aber mit Sicherheit hilfreiche Tipps geben.

Voraussetzungen und Ausschlüsse

Wer hat Anspruch auf eine Reha bei metabolischem Syndrom?

Oft kommen Patientinnen und Patienten zu uns, die aufgrund bestehender Teil- oder Folgeerkrankungen einen operativen Eingriff hinter sich haben. Allerdings nicht ausschließlich. Zu den meisten Krankheitsbildern des metabolischen Syndroms und dieser Reha zählen beispielsweise:

  • Diabetes mellitus Typ 2 / metabolisches Syndrom mit Indikation zur AHB/Reha aufgrund kardiovaskulärer Erkrankungen (Koronare Herzkrankheit, Herzinfarkt, Stentimplantation, Bypass-OP)
  • Nach operativen Eingriffen aufgrund kardiovaskulärer Erkrankungen wie (Herzinfarkt, Stentimplantation, Herzinsuffizienz, …)
  • Diabetesbedingte Krankheitskomplikationen wie Neuropathie, Nephropathie oder das diabetische Fußsyndrom

Sollten Sie einen Eingriff hinter sich haben, sollte die Akutphase abgeschlossen sein und Sie ausreichend körperlich belastbar, um die Reha bzw. Anschlussheilbehandlung starten zu können.

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Ablauf und Dauer

Reha metabolisches Syndrom: Ablauf, Dauer und Fokus

Eine Reha oder Anschlussheilbehandlung bei metabolischem Syndrom hilft Ihnen nicht nur, nach einem Eingriff, wieder auf die Beine zu kommen. Im Zuge der Therapie unterstützen wir Sie auch, Ihren Lebensstil entsprechend anzupassen, um Ihnen den Alltag zu erleichtern und gegebenenfalls weitere Folgeerkrankungen zu verhindern.

Damit Sie bereits vorab wissen, wie eine Reha in unserem Hause üblicherweise abläuft und wie wir unseren Fokus setzen, geben wir Ihnen hier einen Überblick.

Kommen Sie an

Nach Ihrer Ankunft in unserem Haus beziehen Sie als erstes in Ruhe Ihr Zimmer und können sich etwas von Ihrer Anreise erholen. Nachdem Sie Zeit zum Durchatmen hatten, starten wir in den nächsten Schritt unserer Ankunftsphase. 

Lernen Sie unser Ärzte- und Therapeutenteam kennen

Die Ankunftsphase ist dazu gedacht, Sie mit unserer Einrichtung vertraut zu machen und uns einen umfassenden Eindruck von Ihrem Krankheitsbild machen zu können. Dazu findet zu Beginn die Ankunftsuntersuchung und ein Erstgespräch statt. Ihr Arzt oder Ihre Ärztin sichtet die bisherigen Befunde, führt eigene Untersuchungen durch und klärt im gemeinsamen Gespräch mit Ihnen offene Fragen.

Im Anschluss daran lernen Sie Ihre Bezugstherapeutin oder Ihren Bezugstherapeuten kennen. Diese werden für die gesamte Dauer Ihres Aufenthaltes Ihre Ansprechpartner zu allen Fragen rund um die Therapie Ihres metabolischen Syndroms sein. Wir sind der Meinung, dass sich so am besten eine vertrauensvolle Patienten-Therapeuten-Beziehung aufbaut, die für einen erfolgreichen Therapieabschluss enorm wichtig ist.

Dieses Konzept wurde von uns ins Leben gerufen und ist bislang deutschlandweit einzigartig.

Ihre Therapie - individuell auf Sie angepasst

Nach den Eingangsuntersuchungen passen unsere ärztlichen und therapeutischen Teams Ihren Therapieplan individuell an Ihre Bedürfnisse und Ihr Krankheitsbild an. Dabei wählen sie aus verschiedenen Behandlungselementen passende Maßnahmen und kombinieren bei Bedarf auch verschiedene Maßnahmen miteinander. Zu diesen Behandlungselementen zählen zum Beispiel:

  • Gruppentherapie zu verschiedenen Themen
  • medikamentöse Behandlung
  • Ernährungsberatung
  • Physiotherapie
  • Funktionelle Übungen
  • Schmerztherapie
  • Ergotherapie
  • Sozialmedizinische Beratung,
  • Überleitungspflege und -management
  • spezielle Schulungen für Patientinnen und Patienten
  • Psychologische Beratung

Welche Maßnahmen für Ihre Erkrankung am besten geeignet sind, entscheiden unsere Ärzte und Therapeuten erst nach der Eingangsuntersuchung. Bei dieser Entscheidung spielen die einzelnen Teilerkrankungen oder Symptome Ihres metabolischen Syndroms ebenso eine Rolle wie die Ursachen des metabolischen Syndroms und eventuell bereits bestehende Folgeerkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems.

Abschluss

Am Ende Ihres Aufenthaltes in unserer Klinik bekommen Sie von uns alle aktuellen Befunde in einem umfassenden Bericht für Ihren weiterbehandelnden Arzt oder Ihre Ärztin und Sie selbst. So hat dieser alle wichtigen Informationen über von uns gestellte Befunde und die von uns durchgeführten Maßnahmen. 

Unser Entlassmanagement stellt vor Ihrer Abreise sicher, dass Sie zu Hause nicht auf sich allein gestellt sind und bei Bedarf versorgt werden. Selbstverständlich unterstützen wir Sie auch bezüglich Ihres Heimtransportes innerhalb von 110 km.  

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Ganzheitliches Konzept

Vier Säulen für ganzheitliche Genesung

Die Reha eines metabolischen Syndroms sollte sich unserer Meinung nach nicht nur auf die körperlichen Aspekte konzentrieren. Die verschiedenen Teilerkrankungen und Symptome ziehen oft auch die Psyche in Mitleidenschaft. Darum verfolgen wir einen ganzheitlichen Ansatz nach unserem “Vier-Säulen-Programm”.

1. Körperlicher Aufbau: Mit gezielten Übungen und ausgewählten Therapieverfahren stärken wir Ihren Körper, damit er besser mit den Teilerkrankungen und eventuell bestehenden Folgeerkrankungen zurechtkommt. Wir reduzieren die Funktionsbeeinträchtigungen und steigern Ihre Leistungsfähigkeit. Nach einem operativen Eingriff kümmern wir uns selbstverständlich auch um Ihre Wundversorgung: Unser Pflegeteam hat eine spezielle Wundmanagement-Ausbildung.

2. Psychische Heilung: Viele Erkrankungen und schwerwiegende Operationen beeinträchtigen nicht nur den Körper, sondern auch die Psyche. Häufig entwickeln sich Depressionen oder andere psychische Erkrankungen. Auf unserer Privatstation für akute Psychosomatik können sich unsere Experten und Expertinnen direkt auch um Ihre psychische Genesung kümmern.

3. Schulung im Umgang mit der Erkrankung: Ein Leben mit metabolischem Syndrom geht oft mit einigen Einschränkungen einher. Wir schulen Sie im Umgang mit den unterschiedlichen Teilerkrankungen, erklären Ihnen, worauf Sie achten müssen und geben Ihnen Tipps, um das Risiko weiterer Begleit- und Folgeerkrankungen zu vermindern.

4. Integration in den (Berufs-)Alltag: Wie gehen Sie im Alltag mit dem metabolischen Syndrom und den jeweiligen Symptomen um? Können Sie normal weiter arbeiten? Damit Sie selbstbewusst und gestärkt in Ihren Alltag zurückkehren können, vermitteln wir Ihnen hilfreiche Kenntnisse und Alltagstipps und sagen Ihnen, worauf es bei einem Leben mit Ihrer Erkrankung ankommt.

Wie lange dauert der Reha-Aufenthalt in unserer Klinik? 

In der Regel dauert eine Anschlussheilbehandlung bzw. stationäre Weiterbehandlung in unserer Rehaklinik 3 Wochen. In schweren Fällen kann es jedoch vorkommen, dass diese Zeitspanne nicht ausreicht. Dann kann der Arzt oder die Ärztin im Einzelfall nach Absprache mit der Patientin oder dem Patienten entscheiden und gegebenenfalls eine Verlängerung beantragen. 

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Sie sind sich nicht sicher, ob die Reha auch für Ihre Diagnose infrage kommt? Kontaktieren Sie uns gerne!

Kostenübernahme

Wer übernimmt die Kosten für eine Reha bei metabolischem Syndrom?

Die Kostenübernahme hängt unter anderem auch von den jeweiligen vorliegenden Erkrankungen ab. Bei einer Anschlussheilbehandlung nach operativen Eingriffen bei Kardiovaskulären Begleit- oder Folgeerkrankungen übernehmen in der Regel die privaten und gesetzlichen Krankenkassen die Kosten.

Darüber hinaus können Patientinnen und Patienten auf Selbstzahler-Basis ebenfalls zeitnah zur Rehabilitation aufgenommen werden.

Sie haben Fragen? Wir beraten Sie gerne zu den Einzelheiten der Aufnahme.

Stationäre Therapie bei metabolischem Syndrom in unserer Rehaklinik

Wir bei KIRINUS setzen bereits seit Jahrzehnten erfolgreich den Mensch in den Fokus unserer Bemühungen. Unser Ziel ist, Sie rundum optimal zu betreuen. Das bedeutet für Sie, dass wir mit Ihnen auf Augenhöhe kommunizieren. Kein “Fachchinesisch” oder Behandlungen “von der Stange”. 

Jede Therapiemaßnahme, die wir bei Ihnen einsetzen, stimmen wir mit Ihnen gemeinsam ab und passen Ihren Therapieplan an, sobald sich Ihre Bedürfnisse ändern. Für eine Reha oder Anschlussheilbehandlung, die so individuell ist, wie Sie selbst.

Deshalb kommen Patientinnen und Patienten aus ganz Deutschland in unsere Reha-Klinik - für Lebererkrankungen, onkologische Rehas, und mehr. Wir freuen uns, auch Sie in unserer Klinik begrüßen zu dürfen.

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FAQ

  • Welche Krankheiten gehören zum metabolischen Syndrom?

    Zum Krankheitsbild des metabolischen Syndroms gehören verschiedene Krankheiten und Symptome, die zusammen in Erscheinung treten. Dazu gehören in der Regel Übergewicht/Adipositas, Fettstoffwechselstörungen, Zuckerstoffwechselstörungen/Diabetes mellitus, Bluthochdruck und andere Erkrankungen. 

    Unbehandelt erhöhen diese Erkrankungen das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie beispielsweise Herzinfarkt, Herzinsuffizienz oder auch koronare Herzerkrankungen. 

  • Wie behandelt man ein metabolisches Syndrom?

    Wie genau die Behandlung des metabolischen Syndroms aussehen sollte, hängt von verschiedenen Faktoren ab: wie z. B. den aktuellen Beschwerden und Symptomen, der eigenen körperlichen Leistungsfähigkeit und Einschränkungen, sowie eventuellen bestehenden Folgeerkrankungen. 

    Üblicherweise beinhaltet die Reha sowohl gezielte Bewegungsübungen als auch spezielle diätetische Schulungen und Beratungen, um den Lebensstil in gesündere Bahnen zu lenken.