Multiple Sklerose (MS) Therapie und Behandlungsziele

Das Leben mit MS gestalten, Symptome mildern

Die Multiple-Sklerose-Therapie konzentriert sich darauf, das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen und Symptome zu mildern. Dabei gilt es, für jede Patientin und jeden Patienten genau die Therapie zu finden, die zu ihr oder ihm passt. Denn so unterschiedlich der Verlauf dieser chronisch-entzündlichen Erkrankung ist, so unterschiedlich sind auch die Bedürfnisse der Betroffenen.

Auch wenn eine Multiple-Sklerose-Behandlung keine Heilung bringt, so kann sie Ihnen doch helfen, gut mit dieser Autoimmunerkrankung zu leben. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die Therapie bei MS ist ein positives Vertrauensverhältnis zu Ihrer Neurologin oder Ihrem Neurologen. Deshalb steht Ihr individuelles Wohlbefinden für uns bei KIRINUS an erster Stelle.

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Behandlung

MS-Therapie: Den Verlauf der Krankheit positiv beeinflussen

Die Multiple Sklerose tritt meist in Krankheitsschüben auf. Neben der Behandlung akuter Beschwerden, geht es bei der MS-Therapie vor allem darum, die Häufigkeit und Intensität der Schübe zu verringern.

Es gibt mehr als ein Dutzend MS-Therapien für die schubförmige Verlaufsform, bei denen sogenannte krankheitsmodifizierende Medikamente zum Einsatz kommen. Die Aufgabe dieser Medikamente ist es, das Immunsystem so zu verändern, dass Entzündungen nach Möglichkeit gar nicht erst entstehen.

Die Präparate unterscheiden sich in ihrer Wirkweise, Darreichungsform (orale Einnahme, Injektion unter die Haut, Infusion in eine Vene) und möglichen Nebenwirkungen. Die Entscheidung, welches MS-Therapeutikum für wen in Frage kommt, hängt nicht allein von medizinischen Aspekten ab, sondern auch von den persönlichen Vorlieben und Lebensumständen der Betroffenen.

Therapien

Therapie bei Multipler Sklerose: Sie und Ihr Arzt im Dialog

Kommunikation ist alles. Damit Sie mit Ihrer Therapie bei MS im Alltag gut zurechtkommen, hören unsere Neurologinnen und Neurologen bei KIRINUS genau hin, was Ihnen wichtig ist: Wie möchten Sie Ihr Leben mit der MS gestalten? Was tut Ihnen gut und was nicht? Gibt es bestimmte Ängste, die die Erkrankung in Ihnen auslöst, oder haben Sie konkrete Bedenken, was die Therapie angeht?

Gleichzeitig nehmen sich unsere Neurologinnen und Neurologen viel Zeit, um Sie umfassend über Ihre Behandlungsmöglichkeiten aufzuklären. Nur wenn Sie wirklich verstehen, was die Vor- und Nachteile einer bestimmten MS-Therapie sind, können Sie auch damit umgehen. Bei uns sind Sie aktiver Partner Ihrer Gesundheitsversorgung.

Bei der Behandlung der Multiplen Sklerose konzentrieren wir uns bei KIRINUS schwerpunktmäßig auf die folgenden Therapie-Bausteine.

  • MS-Schubbehandlung

    Bei der MS-Schubbehandlung werden akute neurologische Ausfälle therapiert. Dies können z. B. Lähmungserscheinungen, Koordinationsstörungen oder Sichtprobleme sein. Dazu wird hochdosiertes Cortison über drei bis fünf Tage mittels einer Infusion verabreicht. Das Cortison wirkt entzündungshemmend und reduziert rasch die aufgetretenen MS-Symptome.

    Die Gabe der Infusion dauert zwischen 30 und 60 Minuten und erfolgt ambulant in unserer Arztpraxis. In der Regel halten sich die Nebenwirkungen in Grenzen, da das Cortison nur kurzzeitig verabreicht wird. Sollte die Schub-Therapie nicht richtig anschlagen, kann sie nach zwei bis drei Wochen (gegebenenfalls in höherer Dosierung) wiederholt werden.

  • Verlaufsmodifizierende Therapie (früher: MS-Basistherapie)

    Die verlaufsmodifizierende Therapie – früher auch als MS-Basistherapie bezeichnet – wird dauerhaft durchgeführt, um zukünftigen Schüben sowie bleibenden neurologischen Schäden vorzubeugen. Je nach Krankheitsverlauf stehen unterschiedliche medikamentöse Behandlungsstrategien zur Verfügung. Wir führen regelmäßige Verlaufskontrollen durch, um schnell reagieren zu können, wenn ein Medikament nicht mehr ausreichend bei Ihnen wirken sollte oder nicht gut von Ihnen vertragen wird.

    Meist startet man mit milden Medikamenten (Immunmodaltoren), die ein günstiges Nebenwirkungsprofil aufweisen. Bei Fortschreiten der Erkrankung wird die Therapie dann eskaliert. Das bedeutet, die MS-Behandlung wird auf stärkere Mittel (Immunsuppressiva) umgestellt, die dementsprechend auch ein höheres Risiko für schwerwiegende Nebenwirkungen mit sich bringen.

Die MS-Diagnose wird auf Grundlage einer Kombination von Anzeichen und Symptomen, Bildbefunden und Laborergebnissen gestellt. Je früher die Erkrankung erkannt und therapiert wird, desto besser lässt sich der Progress der Erkrankung hinauszögern.

Neurologie: Multiple Sklerose ist unser Spezialgebiet

Sie sind auf der Suche nach einer Ärztin oder einem Arzt für Neurologie, der Sie auf Ihrem Weg mit der Multiplen Sklerose langfristig und ganzheitlich begleitet? In unsere neurologischen Praxen von KIRINUS erwartet Sie ein erfahrenes Expertenteam und eine moderne medizintechnische Ausstattung.

KIRINUS Einrichtungen, die Multiple Sklerose behandeln

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KIRINUS Praxis Am Kurpark

  • Ambulante Behandlung
  • Psychotherapie
  • Psychiatrie

KIRINUS Praxis Sendlinger Tor

  • Ambulante Behandlung
  • Psychotherapie
  • Psychiatrie
  • Neurologie
  • Allgemeinmedizin
Anzeichen und Diagnose

Was ist Multiple Sklerose?

Multiple Sklerose ist eine Autoimmunerkrankung, die das zentrale Nervensystem betrifft. Dabei greifen die Immunzellen fälschlicherweise die körpereigenen Nervenzellen an, was zu Entzündungen an der Hüllschicht der Nervenfasern führt. Die Multiple Sklerose verursacht kurzzeitige und dauerhafte neurologischen Schäden, die Auslöser für eine Vielzahl von Symptomen sein können. Typische MS-Symptome sind z. B. Lähmungen, Spastiken, Muskelschwäche oder Sehstörungen.

MS kann sehr unterschiedlich verlaufen. Deshalb wird die Krankheit in drei Haupttypen unterteilt:

  • schubförmig-remittierende MS (milder bis moderater Verlauf mit Schüben, gefolgt von vollständigem oder teilweisem Abklingen der Symptome)
  • primär progrediente MS (kontinuierliche Verschlechterung des Gesundheitszustandes mit wenigen oder keinen Schüben)
  • sekundär progrediente MS (meist späteres Krankheitsstadium der schubförmig-remittierenden MS mit zunehmenden Funktionseinschränkungen)

Multiple Sklerose erkennen: erste Anzeichen und Diagnose

Bei Multipler Sklerose gibt es eine ganze Reihe von unspezifischen Frühsymptomen, was die Diagnose nicht ganz einfach macht. Erste Anzeichen von MS treten häufig an den Augen auf (Schmerzen beim Bewegen der Augen, verschwommenes Sehen) sowie in den Extremitäten (Kribbeln, Taubheit, Schwäche in den Armen und/oder Beinen). Andere frühe Anzeichen von MS können Darmprobleme, Fatigue (Erschöpfungs-Syndrom) oder Schwierigkeiten beim Denken sein.

Die MS-Diagnose wird auf Grundlage einer Kombination von Anzeichen und Symptomen, Bildbefunden und Laborergebnissen gestellt. Je früher die Erkrankung durch eine Diagnose erkannt wird und je eher mit einer geeigneten Therapie begonnen wird, desto besser lässt sich der Progress der Erkrankung hinauszögern.

Wissen

FAQ

  • Was ist die Ursache für Multiple Sklerose?

    Die genaue Ursache von Multipler Sklerose ist unbekannt. Es wird jedoch vermutet, dass MS durch ein Zusammenspiel aus Erbanlagen und Umweltfaktoren entsteht. Zudem scheinen Rauchen und bestimmte Virusinfektionen das Risiko, an MS zu erkranken, zu erhöhen.

    Multiple Sklerose kommt gehäuft in Bevölkerungsgruppen vor, die weiter vom Äquator entfernt leben. Es könnte daher sein, dass zu wenig Sonnenlicht und ein damit einhergehender Vitamin-D-Mangel ebenfalls Ursache für die Entstehung von Multipler Sklerose ist.

  • Was habe ich mit Multipler Sklerose für eine Lebenserwartung?

    Die Lebenserwartung von Menschen mit MSentspricht im Wesentlichen der von Menschen ohne MS. Die Multiple Sklerose selbst verläuft nur in seltenen Fällen tödlich. Die Krankheit kann aber zu lebensbedrohlichen Komplikationen wie Lungen- oder Herzerkrankungen führen.

    Es ist der Entwicklung neuer MS-Therapien zu verdanken, dass sich die Prognose für die Lebenserwartung drastisch verbessert hat. Verschiedene Faktoren können die Lebenserwartung beeinflussen, z. B. die Art der Erkrankung und das Alter, in dem erste Anzeichen von MS auftauchen.