Herzrhythmusstörung Therapie & Reha

Stationäre Behandlung zur Stärkung und Prävention

Eine stationäre Therapie bei Herzrhythmusstörung bzw. Reha ist nicht immer unbedingt notwendig. Viele Herzrhythmusstörungen sind ungefährlich und werden häufig gar nicht oder kaum bemerkt. Treten sie jedoch in Verbindung mit weiteren Herzerkrankungen auf, ist eine stationäre Therapie durchaus sinnvoll. 

Ob Sie sich präventiv in die Therapie Ihrer Herzrhythmusstörung begeben oder bei Ihnen bereits eine Herz-OP stattgefunden hat - bei uns sind Sie in den besten Händen. Hier erfahren Sie, wann eine stationäre Therapie bei Herzrhythmusstörungen sinnvoll ist, wie sie abläuft und viele weitere nützliche Informationen. 

Ihre Reha starten
Zeitpunkt

Wann sollte eine Therapie bei Herzrhythmusstörungen stattfinden?

Eine präventiv ausgerichtete Reha bzw. stationäre Therapie bei Herzrhythmusstörungen können Sie bei uns praktisch jederzeit starten, sobald Ihr Arzt Ihnen die Diagnose gestellt hat. Es gibt keinen festen Zeitpunkt, je früher Sie etwas gegen die Herzrhythmusstörungen unternehmen, desto schneller sind Sie diese los. 

Bei Herzrhythmusstörungen nach einer Herz-OP bzw. nach Herz-OPs, die aufgrund der Rhythmusstörungen notwendig wurden, werden Sie häufig direkt nach der operativen Behandlung der Herzrhythmusstörung in der Akutklinik an unsere Rehaklinik überwiesen. Wie beispielsweise eine Herzklappen-OP oder ein das Einsetzen eines Herzschrittmacher-Systems (ICD/CRT).

Dann kümmern wir uns selbstverständlich auch um die weiterführende Wundversorgung: Unsere Pflege-Teams haben eine spezielle Wundmanagement-Ausbildung. 

Voraussetzungen und Ausschlüsse

Wichtige Voraussetzungen zur Therapie bei Herzrhythmusstörungen

In den häufigsten Fällen kommen betroffene Patienten nach einer Herz-OP zu uns in die Klinik, um die Folgen oder Beschwerden ihrer Herzrhythmusstörung behandeln zu lassen. Dann sollte die Akutphase abgeschlossen sein und die Patientin oder der Patient wieder stabil sein. 

Möchten Sie die stationäre Therapie Ihrer Herzrhythmusstörung in unserer Rehaklinik präventiv starten, um diese in den Griff zu bekommen und Folgeerkrankungen zu vermeiden, sollte eine gesicherte Diagnose durch Ihren behandelnden Arzt oder Ihre Ärztin bestehen. 

Ablauf und Dauer

Herzrhythmusstörung: Therapie-Ablauf, mögliche Inhalte und Dauer

Ihr Arzt hat Ihnen eine Reha-Maßnahme für Ihre Herzrhythmusstörung empfohlen oder bei Ihnen wurde eine Herz-OP durchgeführt? Dann freuen wir uns, Sie bei uns in der Klinik begrüßen zu dürfen. Damit Sie bereits im Vorfeld wissen, wie Ihr Aufenthalt bei uns ungefähr ablaufen wird, haben wir hier einen Überblick für Sie. 

Kommen Sie an

Sie haben die Bewilligung für die Reha bekommen und können Ihren stationären Aufenthalt bei uns starten? Wir freuen uns auf Sie! Zuerst haben Sie Gelegenheit, in Ruhe anzukommen und Ihr Zimmer zu belegen. Sie haben die Möglichkeit, für etwas zusätzlichen Komfort während Ihres Aufenthaltes verschiedene Extras hinzuzubuchen. Dazu gehören beispielsweise: 

  • Bademantel und Kosmetikartikel
  • Frühstücksservice auf Ihrem Zimmer / in Ihrer Suite
  • Internetnutzung, Telefon- & TV-Gebühren
  • Ihre tägliche Wunsch-Tageszeitung 
  • und mehr

Lernen Sie unser Ärzte- und Therapeutenteam kennen

Nachdem Sie Ihr Zimmer bezogen haben und vielleicht erste Eindrücke sammeln konnten, findet in der Ankunftsphase die Aufnahmeuntersuchung und ein Erstgespräch statt. Nach diesen wissen wir, wie für die Beschwerden oder Folgeerkrankungen Ihrer Herzrhythmusstörung die Behandlung am besten aussehen sollte. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt bespricht mit Ihnen die Befunde und klärt eventuelle offene Fragen. 

Ebenfalls in der Ankunftsphase lernen Sie unser therapeutisches Team kennen und Ihren Bezugstherapeuten bzw. Ihre Bezugstherapeutin. Diese werden Sie für die Dauer Ihres Aufenthaltes begleiten und Ihr Ansprechpartner oder Ihre Ansprechpartnerin für alle Fragen zu Ihrer Therapie sein. 

Dieses Konzept haben wir von KIRINUS ins Leben gerufen und es ist bisher deutschlandweit einzigartig. Unserer Meinung nach ist es elementar wichtig, dass eine gute und vertrauensvolle Patienten-Therapeuten-Beziehung aufgebaut werden kann, um nicht nur eine bestmögliche Betreuung zu gewährleisten, sondern auch optimale Behandlungs- und Therapieerfolge zu erzielen. 

Sie möchten Ihren Reha-Aufenthalt lieber mit einer Begleitperson verbringen? Kein Problem. Wir heißen auch Ihre Begleitperson bei uns willkommen. 

  • Sie werden im selben Zimmer untergebracht
  • Vollpension ist inkludiert
  • Die Benutzung des Schwimmbads und der Aufenthaltsräume ist inkludiert
  • Ihre Begleitperson kann das gesamte Therapieangebot auf Rezept oder gegen Privatbezahlung nutzen. 

Ihre Therapie - individuell auf Sie angepasst

Nachdem Sie unsere Teams kennengelernt und die Eingangsuntersuchungen hinter sich haben, passen unser ärztliches und therapeutisches Team den Therapieplan auf Ihre Bedürfnisse an. Die eigene körperliche Leistungsfähigkeit sowie Ihre individuellen Krankheitssymptome werden in die Planung einbezogen, damit wir Sie und Ihr Herz bestmöglich stärken können. 

Ihr Therapieplan verändert sich mit Ihnen: Sollten sich Ihre Bedürfnisse oder Ihre Leistungsfähigkeit ändern oder Begleiterscheinungen auftreten, passen wir den Plan laufend an Sie an. 

Mögliche Behandlungselemente während der Reha

In unserer Klinik gibt es kein “Schema F”, nach dem jede Patientin oder jeder Patient behandelt werden. Darum passen wir jeden Therapieplan individuell nach dem Kennenlernen unserer Patientinnen und Patienten an. 

Dazu stehen uns verschiedene Behandlungselemente zur Verfügung, die wir verwenden können. Dabei beachten wir das Krankheitsbild und die jeweiligen Beschwerden. Bei Bedarf können verschiedene Elemente auch miteinander kombiniert werden. Hier ein kurzer Überblick: 

  • Gruppentherapie (beispielsweise Herzgruppe, Atemtherapie)
  • Physiotherapie
  • Funktionelle Übungen
  • Entspannungstherapie
  • Koronarsport
  • Ernährungsberatung und Diätetik
  • medikamentöse Behandlung
  • Sozialmedizinische Beratung, Überleitungspflege und -management
  • spezielle Schulungen für Patientinnen und Patienten
  • Psychologische Beratung

Welche Maßnahmen bei Ihnen angewandt werden, hängt auch davon ab, wie die Erkrankung bei Ihnen aussieht, denn es gibt verschiedene Arten von Herzrhythmusstörungen. Wie beispielsweise die tachykarde Herzrhythmusstörung, bei denen das Herz übermäßig schnell schlägt. Zudem ist auch der lokale Ursprung der Störung wichtig, beispielsweise ob es sich um ventrikuläre Herzrhythmusstörungen handelt.

Abschluss 

Jede Reha geht einmal zu Ende. Wenn sich Ihre Zeit bei uns dem Ende neigt, erhalten Sie von uns selbstverständlich alle aktuellen Befunde sowie einen umfassenden Bericht über die angewandten Maßnahmen und den Reha-Verlauf. Zusätzlich geben wir Ihnen letzte wertvolle Tipps, die Ihnen den Alltag und den Umgang mit den eventuellen Folgen etwas erleichtern. 

Unser Entlassmanagement stellt sicher, dass Sie auch zu Hause weiterhin versorgt werden, die medikamentöse Versorgung gesichert ist, Sie zu eventuellen ambulanten Therapien oder Arztterminen gelangen und ob Sie im Haushalt Hilfe benötigen. 

Ihre Reha-Klinik kennenlernen

Nicht jede Herzrhythmusstörung ist schlimm oder hängt mit einer schweren Herzerkrankung zusammen. Oft liegen die Ursachen einer Herzrhythmusstörung auch im allgemeinen Lebensstil.

Ganzheitliche Therapiekonzepte

Vier Säulen für ganzheitliche Genesung

Für unsere Reha-Maßnahmen bzw. unseren stationären Weiterbehandlungen gehen wir nach einem ganzheitlichen “Vier-Säulen-Ansatz” vor.

  1. Körperlicher Aufbau: Mit gezielten Übungen und ausgewählten Therapieverfahren stärken wir Ihren Körper, reduzieren die Funktionsbeeinträchtigungen und steigern Ihre Leistungsfähigkeit. Bei Bedarf kümmern wir uns auch um Ihre Wundversorgung nach der OP: Unser Pflegeteam hat eine spezielle Wundmanagement-Ausbildung. 
  2. Psychische Heilung: Lange Krankenhausaufenthalte oder lebensbedrohliche Situationen können auf die Psyche schlagen. Auf unserer Privatstation für akute Psychosomatik können sich unsere Experten und Expertinnen direkt auch um Ihre psychische Genesung kümmern.
  3. Schulung im Umgang mit der Erkrankung: Wir vermitteln Ihnen Wissen, welche Lebensgewohnheiten Herzrhythmusstörungen auslösen und fördern können. Zudem geben wir Ihnen Tipps, was Sie im Alltag anders machen können, um das Risiko weiterer Begleit- und Folgeerkrankungen zu vermindern. 
  4. Integration in den (Berufs-)Alltag: Damit Sie gestärkt wieder in Ihren Alltag zurückkehren können, statten wir Sie mit wertvollen Kenntnissen aus, besonders im Hinblick auf den Umgang mit Medikamenten und Hilfsmitteln. 

Wie lange dauert die Reha bei Herzrhythmusstörungen? 

Eine Reha-Maßnahme oder stationäre Weiterbehandlung in unserer Klinik dauert in der Regel 3 Wochen. In schweren Fällen können jedoch auch Einzelfallentscheidungen getroffen und durch den Arzt eine Verlängerung beantragt werden. Das wird individuell mit der Patientin oder dem Patienten abgestimmt.

Herzrhythmusstörungen: Symptome, Ursachen und Folgen

Nicht jede Herzrhythmusstörung ist schlimm oder hängt mit einer schweren Herzerkrankung zusammen. Oft liegen die Ursachen einer Herzrhythmusstörung auch im allgemeinen Lebensstil. Übermäßiger Koffein- oder Alkoholkonsum, Nikotin und Drogen können die Störung ebenso auslösen und fördern wie beispielsweise übermäßiger Stress, starkes und andauerndes Übergewicht oder Schilddrüsenerkrankungen. 

Doch in vielen Fällen hängen sie auch mit speziellen Herzerkrankungen wie einer Herzinsuffizienz, Herzklappenerkrankungen oder auch angeborenen Herzfehlern zusammen. 

Wir behandeln nicht nur die offensichtlichen Symptome Ihrer Herzrhythmusstörung, sondern auch eventuell bestehende Begleit- und Folgeerkrankungen. Unser Ziel ist es, Ihre Beschwerden so zu bessern, dass Sie ein möglichst aktives und glückliches Leben führen und weitere Folgeerkrankungen oder erneute Herzrhythmusstörungen verhindern können. 

Rundum optimal betreut: stationäre Therapie bei Herzrhythmusstörungen

KIRINUS setzt bereits seit Jahrzehnten den Menschen gezielt in den Fokus. Unseren Expertinnen und Experten, sowie unseren Pflegeteams in unserer Klinik ist es wichtig, dass Sie rundum optimal behandelt und gepflegt werden. 

Für Sie heißt das konkret: Jede unserer Therapie- und Behandlungsmaßnahmen wird individuell auf Ihre persönlichen Bedürfnisse abgestimmt und laufend angepasst. Wir möchten Ihnen in unserer Klinik den Umgang mit Ihrer Erkrankung erleichtern, Ihr Herz wieder stärken und Ihnen Ihre Lebensqualität wieder zurückgeben. 

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Kostenübernahme

Wer zahlt die Therapie bei Herzrhythmusstörungen?

Üblicherweise übernehmen die privaten oder gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für die stationäre Therapie bei Herzrhythmusstörungen. Bei Beamten werden die Kosten anteilig von der Beihilfe übernommen. 

Patienten können darüber hinaus auf Selbstzahler-Basis zeitnah aufgenommen werden.

Wir beraten Sie gerne zu den Einzelheiten der Aufnahme.

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FAQ

  • Sind Herzrhythmusstörungen heilbar?

    Nicht jede Herzrhythmusstörung kann geheilt werden. Basiert sie beispielsweise auf angeboten Herzfehlern oder chronischen Erkrankungen, ist eine Heilung eher unwahrscheinlich. 

    Jedoch lassen sich mit einer konsequenten und zielgerichteten Therapie die Symptome lindern und schwere Folgeerkrankungen in der Regel vermeiden. 

  • Herzrhythmusstörungen: Wann zum Arzt?

    Sollten Sie öfter feststellen, dass Ihr Herz stolpert, ohne Erklärung rast oder unregelmäßig schlägt, sollten Sie auf jeden Fall zum Arzt oder zur Ärztin Ihres Vertrauens gehen, um die Ursachen abklären zu lassen. 

    Diese können relativ harmlos in der aktuellen Lebensführung zu finden sein (Rauchen, Stress, Übergewicht etc.), jedoch können auch ernsthafte Herzerkrankungen als Ursache infrage kommen. Das sollte auf jeden Fall ärztlich untersucht werden. 

  • Wann sind Herzrhythmusstörungen gefährlich?

    Liegt bei Ihnen das sogenannte Vorhofflimmern vor, sollten Sie dieses auf jeden Fall behandeln bzw. therapieren lassen. Durch den Blutstau im Vorhof des Herzens entstehen Blutgerinnsel, die ausgeschwemmt werden und Blutgefäße verstopfen können. 

    Dadurch erhöht sich auf Dauer das Risiko für Herzinfarkte, Lungenembolien oder auch Schlaganfälle.