Unter dem Titel „Das Beste aus zwei Welten – Integrative Onkologie am Wendelstein“ kamen am 7. Oktober Ärzt:innen, Wissenschaftler:innen und weitere Fachteilnehmende in der Wendelsteinhalle in Brannenburg zusammen. Im Mittelpunkt stand die Frage, welchen Beitrag integrative Onkologie heute zu einer modernen und evidenzbasierten Krebsmedizin leisten kann.
Das wissenschaftliche Programm brachte Expertise aus unterschiedlichen Bereichen der Onkologie zusammen. Prof. Dr. Christian Keßler von der Universität Augsburg widmete sich den Grundlagen integrativer onkologischer Medizin. Priv.-Doz. Dr. Andreas Schnelzer vom RoMed Klinikum Rosenheim beleuchtete die Bedeutung von Adhärenz und Patientenbedürfnissen in der Brustkrebsbehandlung. Prof. Dr. Maximilian Reichert vom TUM Klinikum Rechts der Isar sprach über die zunehmend molekular ausgerichtete Therapie gastrointestinaler Tumoren. Dr. Stephanie Otto vom Comprehensive Cancer Center Ulm zeigte die wachsende Bedeutung von Sport und Bewegung in der Onkologie auf. Abgeschlossen wurde das wissenschaftliche Programm mit einer gemeinsamen Diskussion über integrative Onkologie als tragfähiges Versorgungsmodell.
Die Veranstaltung stand unter der Schirmherrschaft des Comprehensive Cancer Center München und der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie. Die wissenschaftliche Leitung lag bei Prof. Dr. med. Alexander Höllein, Chefarzt und Ärztlicher Leiter der Klinik.
Seit rund 40 Jahren verbindet die Klinik in Brannenburg moderne, leitliniengerechte Onkologie mit wissenschaftlich begründeten komplementären und naturheilkundlichen Verfahren. Dabei gilt eine klare medizinische Haltung: Integrative Onkologie versteht sich nicht als Alternative zur etablierten Krebstherapie. Chirurgie, medikamentöse Tumortherapie und Strahlentherapie bleiben die Basis. Ergänzende Verfahren werden dort eingesetzt, wo sie sinnvoll, sicher und evidenzbasiert zur Symptomkontrolle, zur Unterstützung während der Therapie und zum Erhalt der Lebensqualität beitragen können.
„Wir denken in offenen Schubladen und wollen keine Konkurrenz zwischen Naturheilverfahren und Schulmedizin. Wir ordnen gemeinsam ein, was sinnvoll ist und wovon abzuraten ist“, beschreibt Prof. Dr. Alexander Höllein den Ansatz der Klinik.
Heute verfügt die Klinik über 86 Planbetten und 75 Mitarbeitende. Sie ist in regionale und akademische Netzwerke eingebunden und kooperiert unter anderem mit dem Onkologischen Zentrum des RoMed Klinikums, der Bayerischen Krebsgesellschaft, dem Tumorzentrum München und dem Comprehensive Cancer Center München.
Mit dem Jubiläum wird zugleich eine Veränderung sichtbar, die die Zukunft des Standorts prägen wird: Aus der Veramed Klinik wird die KIRINUS Klinik Am Wendelstein.
Die Zugehörigkeit zur KIRINUS Gesundheitsgruppe findet damit nun auch im Namen und im Erscheinungsbild ihren Ausdruck. Für Patient:innen und medizinische Partner bleibt zugleich das Entscheidende erhalten: die Spezialisierung auf Onkologie, das integrative Behandlungskonzept, die regionale Vernetzung und das gewachsene Team der Klinik.
KIRINUS ist eine familiengeführte Gesundheitsgruppe mit mehr als 60 Jahren Erfahrung. Mit der Integration der Klinik in Brannenburg treffen damit rund 40 Jahre Kompetenz in der integrativen Onkologie auf die Strukturen und Erfahrungen einer über Jahrzehnte gewachsenen Gesundheitsgruppe.
Ludwig Klitzsch, Inhaber und Geschäftsführer von KIRINUS: „Die Veramed passt kulturell sehr gut zu KIRINUS: Beide Häuser sind familiengeführt, werteorientiert und eng mit ihren Mitarbeitenden und Regionen verbunden. Diese Nähe zum Menschen ist für uns kein Zusatz, sondern die Grundlage guter Medizin.“
Für die KIRINUS Klinik Am Wendelstein bedeutet der neue Name deshalb vor allem eines: Bewährtes fortzuführen und gleichzeitig neue Möglichkeiten für die Weiterentwicklung des Standorts zu nutzen. Der medizinische Anspruch bleibt dabei unverändert: evidenzbasiert behandeln, sinnvoll ergänzen und Patient:innen persönlich begleiten.
Bei uns steht der Patient im Mittelpunkt – Zögern Sie nicht, uns bei Fragen oder Terminvereinbarungen zu kontaktieren. Wir stehen Ihnen telefonisch oder über unser Kontaktformular gerne zur Verfügung.



